Studie "Spend to Save" - Die tatsächlichen Kosten des Hörverlustes bei Erwachsenen

Nachricht vom: 01. November 2017

 
+++ Kampagne "Spend to Save" der Ear Foundation (Euro CIU) +++

 

Im folgenden Original-Text von Regine und Reinhard Zille, Vorstand Bayerischer Cochlea-Implantat-Verband e.V.
[Übersetzung der Studie aus dem Englischen von Reinhard Zille und Elke Schwaninger (CIV HRM)]

Studie "Spend to Save" - Die tatsächlichen Kosten des Hörverlustes bei Erwachsenen

Die sozialen und finanziellen Auswirkungen des Hörverlusts im Erwachsenenalter sind wenig erforscht. Hörverlust geht einher mit höherer Arbeitslosigkeit, schlechter Gesundheit, Depression, Demenz und erhöhter Mortalität. Er beeinflusst den Lebensbereich der betroffenen Menschen und deren soziales Umfeld.
 
Heutige moderne Hörtechnologien bieten die Möglichkeit, diese Auswirkungen deutlich zu reduzieren.
 
Die zusätzlichen Kosten für unsere Gesundheits- und Sozialsysteme sowie unsere Wirtschaft, die ein Hörverlust verursacht, werden bei der Berechnung der Festbeträge zur Zuzahlung bei Hörsystemen nicht berücksichtigt. Hörverlust wird als ein Lifestyle-Problem behandelt, anstatt als ein ernstes Gesundheitsproblem mit einer hohen Kostenbelastung für den Einzelnen und der Gesellschaft gesehen zu werden.
 
Der Bericht der Ear Foundation ist der erste, der eine umfassende Einschätzung über die Kosten, die Hörverlust in einer Volkswirtschaft verursacht, belegt. Obwohl die Studie die Gegebenheiten in Großbritannien aufzeigt, sind die Ergebnisse weltweit gültig. Für Deutschland werden Kosten von über 30 Milliarden Euro pro Jahr beziffert. Dieser Wert bezieht sich sowohl auf die direkten Kosten der Behandlung des Hörverlusts, die vergleichsweise niedrig sind, als auch auf die viel höheren Kosten im Umgang mit den gesundheitlichen und sozialen Auswirkungen der Hörbeeinträchtigung. Diese Kosten können reduziert zu werden, wenn mit dem Hörverlust offensiver in der Gesellschaft umgegangen wird.
 
Die Frage ist nicht, ob wir uns die Kosten zur Versorgung von hörbehinderten Menschen mit Hörsystemen leisten können, sondern, ob wir es uns leisten können, diese Menschen NICHT mit Hörsystemen zu versorgen.
 
Eine Zusammenfassung der Studie in Deutsch finden Sie zum Download auf www.bayciv.de, Link: Studie zum Download (Dt. / ca. 791 KB)

Sie können den vollständigen Bericht (in Englisch) unter folgendem Link: AdultReportfinal.pdf herunterladen.

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